Jean-Maurice Justenhoven I CC BY-NC

Gemeiner Bienenkäfer
(Trichodes apiarius)

Größe:

9 bis 16 mm.

Lebensraum:

Ausgewachsene Gemeine Bienenkäfer bevorzugen vor allem warme und sonnige Standorte an Waldrändern, Trockenwiesen, Hutweiden und Trockenrasen. Da vor allem Pollen und Nektar von Blüten gefressen werden, benötigt dieser Käfer Wiesen mit zahlreichen Pflanzen. Dabei wurde beobachtet, dass der Gemeine Bienenkäfer rund 35 Pflanzenarten aufsucht, u.a. Doldenblütler, Korbblütler und Mannstreu. Selten werden auch andere Insekten bei der Suche nach Pollen gefressen.

Verbreitung:

Der Gemeine Bienenkäfer kommt von Nordafrika über Mitteleuropa (Italien, Österreich, Spanien, Rumänien), Kleinasien bis zum Kaukasus vor. Dennoch ist die Datenlage über die Verbreitung so gering, dass noch vieles unklar ist. In Deutschland werden immer wieder Bienenkäfer in Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg, Thüringen und Brandenburg gesichtet, aber selten nur in Norddeutschland und Ostdeutschland.

Gefährdungsursachen:

Gemeine Bienenkäfer gelten lt. Rote Liste Deutschlands als gefährdet und werden nur selten gefunden. Der Rückgang steht im engen Zusammenhang mit dem zunehmen-den Rückgang an Blütenpflanzen (Nahrungsquelle der adulten Tiere) und an Bienenpopulationen (Nahrungsquelle der Larven).

Besonderheiten:

Die Flügeldecken der Gemeinen Bienenkäfer sind abwechselnd rot und dunkelblau bis schwarz gebändert. Die Kombination von rot und schwarz wirkt als Warnfarbe und dient dazu, mögliche Fressfeinde abzuschrecken. Vom Zottigen Bienenkäfer ist er übrigens zu unterscheiden, in dem man sich die letzte Bande des Hinterleibs ansieht. Diese ist beim Gemeinen Bienenkäfer schwarz, beim Zottigen Bienenkäfer rot. Der Name der Bienenkäfer deutet bereits an, dass Bienen für diesen Käfer einen Wirt darstellen. Und zwar entwickeln sich die Larven der Bienenkäfer in den Brutnestern von Wespen und Bienen und ernähren sich dort vor allem von den Eiern, Larven und Puppen der Wildbienen, aber auch von Pollen und Nektar in den Brutkammern. Hierbei bevorzugen sie Nester von Mauerbienen und Blattschneiderbienen. Selten sind sie bei Honigbienen anzutreffen, wo sie sich aber v.a. von toten Bienen, Puppen und Maden ernähren. Daher richten sie kaum Schaden darin an. Bis heute ist noch nicht genau bekannt, wie die Larven des Gemeinen Bienenkäfers in die Brutkammern der Bienen gelangen können. Man vermutet aber, dass der Gemeine Bienenkäfer seine Eier so am Totholz und Blüten platziert, dass Bienen die Eier der Gemeinen Bienenkäfer versehentlich und unbeabsichtigt mit in das Innere schleppen.

Im Frühling findet die Umwandlung von der Larvenform in das Adultstadium statt und ab Mai bis Ende September sind die ausgewachsenen Tiere an Blüten anzutreffen. Es kommt aber auch vor, dass die Puppe sich erst nach zwei bis fünf Jahren in einen Käfer verwandelt.

Larve des Gemeinen Bienenkäfers

Siga I CC BY-SA 3.0

Erarbeitet von Luca Müntz, Clara Pohan, Jan Schnell und Marc Schneider.